INDONESIEN REISEZIELE

Nusa Lembongan – ursprüngliches Inselparadies? Jein!

Reisebericht Nusa Lembongan

Reisebericht Nusa Lembongan

Unsere Reise durch Indonesien geht weiter. Nach dem doch sehr quirligen Ubud sehnen wir uns nach ein wenig Ruhe und entscheiden uns daher einen kleinen Abstecher auf die wohl sehr ursprüngliche Insel Nusa Lembongan zu machen. Diese kleine, sich direkt neben Bali befindende Insel ist gerade mal 8 Quadratkilometer groß und wird von ca. 5000 Indonesiern bewohnt. Die Insel verfügt über genau drei Dörfer – Lembongan, Jungut Batu und die Mushroom Bay. Wie ihr seht, ist Nusa Lembongan recht überschaubar und soll im Vergleich zu Ubud und Kuta etwas ruhiger und weniger touristisch sein. Ob es das ist erzählen wir euch im folgenden Reisebericht Nusa Lembongan.

 

Anreise

Von Ubud nach Nusa Lembongan

Wir buchen unseren Transfer nach Nusa Lembongan einen Tag vorher bei der Busagentur „Perama„. Perama ist eine größere, etwas „seriösere“ Busagentur und noch dazu hatte sie das beste Preisangebot in der Tasche. Wir zahlen 190k pP, andere Anbieter verlangen 200-300k.

Am darauffolgenden Tag geht es pünktlich um 9:30 Uhr los. Zunächst mit dem Bus ca. 1h nach Sanur, anschließend weiter mit dem Boot. Der Wellengang an der Küste Sanurs ist an diesem Tag sehr rau und das Boot wackelt wild hin und her. Erst als wir und vor allem unser Gepäck heil im Boot liegen, können wir durchschnaufen und uns zurücklehnen. Die Fahrt verläuft leider nicht weniger wackelig, dauert aber nur an die 30 min.

Unsere bereits gebuchte Unterkunft befindet sich nicht weit von der Anlegestation entfernt und so laufen wir das kurze Stück von 500m.

 

Unterkunft

Jiva Bungalow

Unsere direkt neben dem Mangrovenwald gelegene Unterkunft besteht aus sechs Bungalows und liegt etwas abseits von Jungut Batu. Dank eines 30€-Gutscheins von booking.com gönnen wir uns einen Deluxe Bungalow mit Klimaanlage und zahlen unschlagbare 5€ pro Nacht. Der Normalpreis liegt bei 15€ und einen Standardbungalow mit Ventilator gibt es bereits für 12€ die Nacht. Wir sind mehr als zufrieden, denn nicht nur der Bungalow an sich ist sehr geräumig und gepflegt sondern die gesamte Anlage macht einen sehr guten Eindruck auf uns. Das leckere Frühstück ist im Preis inklusive und man kann zwischen sechs Gerichten auswählen. Die Unterkunft liegt, wie bereits erwähnt, etwas abseits der Haupstraße, die sich aber lediglich 5 Gehminuten entfernt befindet. Wer sich also nach etwas Ruhe sehnt, aber nicht weit von Restaurants und Bars entfernt sein möchte, ist hier genau richtig.

Aktivitäten

Rollertour Nusa Lembongan (und Nusa Ceningan)

Die Insel lässt sich am besten mit dem Roller erkunden, die sportlichen und wanderlustigen unter euch können das ganze natürlich auch zu Fuß bewältigen. Obwohl diese Attribute auch auf uns zutreffen, fährt es sich bei über 30 Grad gemütlicher auf dem Roller. Wir mieten in unserer Unterkunft einen Roller für 2 Tage (50k pT).

In Nusa Lembongan selbst gibt es einige schöne Ecken, die man sich anschauen kann, darunter fallen die zwei sehr schönen Buchten Mushroom Bay und Dream Bay, das Dörfchen Lembongan und -was uns besonders gut gefallen hat- das Riff „Devils Tear“. Hier peitschen die Wellen nur so gegen die Felswände, das Wasser spritzt nach oben, es entstehen natürliche Pools an denen das Wasser seitlich runterläuft wie bei einem kleinen Wasserfall. Immer wieder laufen riesige Brecher ins Riff und krachen gegen die wunderbaren Felsformationen. Björn und ich verweilen hier eine Weile und lassen dieses Naturspektakel auf uns wirken. Es ist immer wieder aufs Neue unglaublich fesselnd diese immensen Gewalten zu beobachten. Schön und irgendwie hypnotisch.

Nusa Lembongan Dream Bay

Dream Bay – im wahrsten Sinne des Wortes!

 

Dream Bay Nusa Lembongan

Erstmal ne Runde schaukeln 🙂

 

Devils Tear Nusa Lembongan

Devils Tear – hier gehts wirklich teuflisch wild zu 😛

 

Devils Tear Nusa Lembongan

Mal ein kleinen Blick riskieren ohne Nass zu werden – unmöglich 😀

 

Devils Tear Nusa Lembongan

Wie immer könnten wir hier ewig verweilen…

 

Nusa Ceningan ist die Nachbarinsel Nusa Lembongans. Das tolle ist, dass die zwei Inseln über eine schmale Hängebrücke miteinander verbunden sind. Achtung lediglich Fußgänger und Roller können diese Brücke überqueren. Wenn man dort mit dem Roller auf Gegenverkehr trifft, hält man am besten die kurz die Luft an, Augen zu und durch :).

Die noch etwas kleinere Insel Nusa Ceningan ist im Gegensatz zu Nusa Lembongan noch deutlich weniger touristisch geprägt, lediglich die Küstenstraße beherbert ein paar wenige Restaurants und Bars. Unterkunfte sind hier längst nicht so zahlreich vertreten wie auf der Nachbarinsel.

Ein Spot, den es sich definitiv lohnt anzufahren ist die Blue Lagoon, die aus einer mondförmigen Bucht, mit einem steil abfallenden Kliff besteht. Die schätzungsweise 15 Meter hohen Felswände tronen über dem korallenfarbenen Wasser und formen ein herrliches Panorama.

Direkt daneben liegt der legendäre Mahana Point. Wer Lust auf einen „Cliff Jump“ hat sollte hier definitiv vorbeischauen. Es stehen zwei Plattformen zur Verfügung, die je nach Wellengang besprungen werden können. Zudem ist die angrenzende Bucht ein Paradies für geübte Surfer. In gleichmäßigem Abstand kommen hier herrliche Wellen hereingerollt. Wer selbst nicht surft, kann die Pros beobachten und dabei ein kaltes Bier oder Saft von der netten, aber auch etwas teureren Bar genießen. Das ist übrigens wirklich ein außergwöhnliches Erlebnis, da die Wellen genau auf Höhe der Bar brechen und man so einen wunderbaren Blick auf die Welle und den Surfer hat. Wir sind stoked!

Diving

Haben wir hier nicht gemacht, haben uns aber sagen lassen, dass Nusa Lembongan eine der besten Adressen ist, um einen Tauchschein zu absolvieren oder lediglich einen Fun Dive zu machen. Erstens ist es relativ günstig und zweitens gibt es unter Wasser richtig viel zu sehen. Neben den sehr seltenen und riesigen Mondfischen, bekommt man Mantarochen, Sandtigerhaie und anderes Meeresgetier vor die Nase. Dazu gibt es einige schöne Unterwasser Spots wie z.B. die „Underwater Buddha Statue“. Warum wir den Tauchschein hier nicht gemacht haben? Irgendwie haben wir uns vorgenommen unseren Tauchschein in Thailand zu machen und bisher bleiben wir bei diesem Plan. Zudem wollten wir keine 5 Tage auf Nusa Lembongan verbringen, um den Tauchschein zu machen.

Snorkelling

Wo man Tauchen kann, ist meist auch gut schnorcheln 😉

Surfen

Für erfahrene Surfer ist Nusa Lembongan ein wahres Paradies. Direkt am Strand gibt es einige tolle Spots, die aber wie gesagt eher für Fortgeschrittene Surfer geeignet sind. Ansonsten gibt es einige Anbieter, die mit einem Boot aufs offene Wasser oder bestimmte Punkte anfahren, um dort zu surfen. Leider, leider, leider haben Björn und ich uns nach lediglich zwei Surflessons noch nicht bereit gefühlt mit auf ein solches Boot zu gehen. Wir müssen uns wohl noch ein bisschen gedulden bis wir es wieder mit den Wellen aufnehmen können 🙁

 

Fazit

Nusa Lembongan ist definitiv weniger touristisch und dadurch etwas urprünglicher und gemütlicher als die bereits von uns besuchten Städtchen Kuta und Ubud. Auch der Blick aus der Ferne lässt vermuten, dass es sich um ein wahres Inselparadies dreht. Weißer Standstrand, türkisfarbenes Meer und Strandbars soweit das Auge reicht. Wie gesagt, nur von der Ferne! Denn der gesamte schöne Strand dient als Anlegestelle für Boote und ist leider, wie sehr oft an Balis Stränden, etwas verschmutzt. Die meisten Buchten bieten zwar eine traumhafte Kulisse, die Brandung ist jedoch häufig so heftig, dass ein Bad hier eher lebensgefährlich wäre als erfrischend. Wir waren kein einziges mal im Wasser auf Nusa Lembongan. Reisebericht Nusa Lembongan.

Weniger Touristen sind hier definitiv unterwegs und auf den Straßen geht es um einiges ruhiger zu, dennoch muss man wissen, dass auf den schmalen, schlammigen Straßen trotz allem sehr viele Scooter und Transportautos unterwegs sind. Desweiteren sind die Straßen nicht beleuchtet, sodass man wirklich umsichtig unterwegs sein muss. Mit gemütlich durch die Straßen schlendern ist hier nichts.

Restaurants und Bars sind auf Nusa Lembongan etwas teurer als auf der Hauptinsel. Rund um die Mushroom Bay reiht sich ein schicker Club/Bar nach dem anderen. Wer also Party sucht, wird auch auf Nusa Lembongan fündig.

Wir waren insgesamt 3 Tage auf Nusa Lembongan und bereuen es nicht. Wer noch mehr Ruhe sucht sollte vllt eher die Insel Nusa Ceningan besuchen, bzw. dort sein Domizil suchen.

Wer von euch war schon auf Nusa Lembongan? Teilt ihr unsere Meinung, oder wie habt ihr Nusa Lembongan erlebt? Und hat euch unserer Reisebericht Nusa Lembongan gefallen? Hinterlasst gerne ein Kommentar und bis dahin – Stay tuned! Reisebericht Nusa Lembongan

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