INDONESIEN REISEZIELE

Jimbaran & Uluwatu – Surfen, Strand und Natur

Jimbaran Reisebericht (mit Uluwatu)

Reisebericht Jimbaran (mit Uluwatu)

Die Messlatte liegt hoch, denn in Amed hatten wir unseren bisherigen Lieblingsplatz in Bali gefunden. Aber auch unser nächstes Ziel, die Bukit Halbinsel, wirbt mit Superlativen, wie “die schönsten Strände Balis”, “Surferparadies” oder “Fischrestaurants der Extraklasse”. Dementsprechend hoch sind unsere Erwartungen an den südlichsten Zipfel Balis. Wir haben einige der coolsten Spots der Halbinsel, rund um Jimbaran und Uluwatu, für euch entdeckt. Welche Highlights ihr nicht verpassen solltet, erfahrt ihr im folgenden Reisebericht Jimbaran (mit Uluwatu).

Anreise

Von Amed an der Ostküste nehmen wir ein Shuttle in Richtung Jimbaran, pro Person werden dafür 200k (ca. 13 Euro) fällig. Das Shuttle stellt sich als normaler PKW heraus, in dem außer uns noch ein französisches Pärchen sitzt, welches uns aber nur bis zum Hafen von Padangbai begleitet. Die Fahrt nach Jimbaran dauert rund drei Stunden. Da wir über die Mittagszeit fahren, knurrt uns und unserem Fahrer der Magen. Er schlägt vor, an einem kleinen Warung, für ein klassisches indonesisches Essen zu halten.

An einem, zugegebenermaßen etwas schäbigen Stand, direkt am Highway, halten wir an. Unser Fahrer nimmt die Bestellung in die Hand und ordert Lawar und Ziegen-Satay (leider habe ich den Namen vergessen, vielleicht weiß es von euch jemand?). Skeptisch aber interessiert probieren wir erst das Lawar, welches sich als leckere Suppe mit Gemüse, Kokosnuss und Fleisch herausstellt. Wirklich empfehlenswert, selbst bei 35 Grad Mittagshitze :). Auch die Ziegenfleischspieße werden erst kritisch beäugt und dann als gewöhnungsbedürftig aber durchaus lecker eingestuft. Leider berechnet man uns 40k für eine gemeinsame Portion, was eigentlich viel zu viel ist. Bisher haben wir an Straßenständen nie mehr als 20k für ein Gericht gezahlt. Wir beschließen dennoch nichts zu sagen, da wir uns Diskussionen während der weiteren Fahrt ersparen wollen.

Über die Toll Road für zusätzliche 11k, vergeht die weitere Fahrt wie im Flug und erspart uns den Weg durch das Nadelöhr entlang des Flughafens. Da wir abermals keine Unterkunft vorgebucht haben, lässt uns unser Chauffeur am belebten Strand von Jimbaran aussteigen.

Unterkunft

Zuversichtlich verlassen wir das Taxi und begeben uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Entgegen unserer Erwartungen stellt sich die Suche in Jimbaran etwas komplizierter dar. Der Strand ist ausschließlich von großen Hotel- und Resortanlagen bebaut, die unser Budget bei weitem sprengen. Umso länger wir suchen, umso unterkühlter wird die Stimmung und das, trotz oder genau wegen der stechenden Mittagshitze und der schweren Backpacks auf dem Rücken :P.

Nach dem Strand versuchen wir unser Glück in der dahinterliegenden Parallelstraße und werden, nach einer kleinen Odysee und komplett durchgeschwitzt, fündig. Auch dort sind Home Stays extrem rar, dementsprechend glücklich sind wir, als wir unsere neue Bleibe beziehen dürfen.

Das Tegal Ayu Home Stay ist familiengeführt und bietet vier kleine Wohneinheiten. Wir zahlen 150k (10 Euro) die Nacht, inklusive Klimaanlage, leider aber ohne Frühstück. Dennoch ist die Unterkunft ein echtes Schnäppchen, denn die Zimmer und die gesamte Anlage sind wirklich erste Sahne.

Die Familie scheint wirklich zur absoluten Oberklasse Balis zu gehören, denn das Anwesen ist wirklich riesig und beherbergt eine eigene Tempelanlage. Wir sind jedenfalls so happy mit unserem Zimmer, dass wir entschließen, diesen Ort als Ausgangspunkt für unsere Entdeckungstour auf der Bukit Halbinsel zu nutzen.

Aktivitäten

Nyang Nyang Beach, Uluwatu

Dieser Beach ist nicht leicht zu erreichen, aber ein absoluter Geheimtipp unsererseits. Eigentlich waren wir auf der Suche nach dem Green Bowl, sind aber fälschlicherweise am Nyang Nyang Beach gelandet. Rund eine Viertelstunde muss man, entlang eines schmalen Pfades, die steilen Klippen nach unten kraxeln, ehe man das einsame Strandparadies erreicht. Leider eignet sich der Strand nur bedingt zum Baden, dennoch ist er absolut atemberaubend.

Vor einem rauscht die raue Brandung über den weißen Sandstrand, hinter einem ragen die steilen, dicht bewachsenen Klippen in den Himmel. Wow! Und bis auf ein weiteres Pärchen am anderen Ende des Strandes sind wir hier alleine.

Mehrere Teile alter Schiffe liegen wild am Strand verteilt und kreieren eine gespenstische Kulisse. Außerdem sind sie ein hervorragendes Fotomotiv. Immer wieder eröffnen sich neue Felsformationen, während man den breiten Sandstrand entlang spaziert.

Zudem haben wir am Nyang Nyang Beach ein kleines komplett durchsichtiges Hotelzimmer entdeckt, konnten aber leider nicht herausfinden, wie, wo und zu welchem Preis man dieses buchen kann (vielleicht habt ihr eine Ahnung?).

Nyang Nyang Beach Uluwatu

Cast away – Gestrandet am einsamen Nyang Nyang Beach

 

Nyang Nyang Strand Uluwatu

Altes Schiffswrack am Nyang Nyang Beach

 

einsamer Strand Bali

THE BEACH – Nyang Nyang

 

Strand Bukit Halbinsel

Nyang Nyang Beach von oben

 

Traumstrände Bali

Und weils so schön war – Björn und das Schiffswrack

 

Green Bowl, Uluwatu

Nachdem wir den Green Bowl eigentlich am Nyang Nyang Beach vermutet haben, sind wir am darauffolgenden Tag nochmals mit dem Roller losgedüst. Dieses Mal sind wir besser vorbereitet und finden den Green Bowl auf Anhieb.

Leider kommen wir dort bei High Tide an, sodass wir die höhlenartigen Felsformationen nicht in ihrer vollen Pracht genießen können – wohl doch nicht so gut vorbereitet. Zwar gelangen wir an den Strand, können aber mehr oder weniger nur in den Bowl hinein und keinen Blick aus der Distanz darauf werfen. Dazu ist die Brandung einfach zu stark und zu nah am Green Bowl. Dennoch sind die Felsformationen echt beeindruckend, auch wenn man wohl besser bei Ebbe vorbei schaut.

Green Bowl Bali

Der echte Green Bowl Bali

 

Uluwatu Break

Das nächste Ziel unserer Rollertour ist das Surferparadies Uluwatu. Bereits einige Kilometer vor dem eigentlichen Surfbreak kündigen Surfshops, Surfschulen und entspannte Hipstercafés den legendären Surfspot an.

Vor Ort angekommen erwartet einen erstmal der Parkwächter, dem wir 5000 Rp. für den Parkplatz zustecken. Leider ist es auf der Bukit Halbinsel in Mode, Gebühren für die Parkplätze und häufig auch für den Zutritt zum Strand zu verlangen. Uns gefällt das nicht, denn selbst, wenn man nur einen kurzen Blick auf den Strand werfen möchte, bleiben die Guards meist hart.

Anschließend erwartet einen dafür, die wohl spektakulärste Welle Balis. Anfänger haben hier nichts verloren, denn allein der Einstieg ins Break ist äußerst anspruchsvoll. Aber selbst als Zuschauer ist das Uluwatu Surfbreak wahnsinnig beeindruckend.

Die Restaurants und Cafés vor dem Break sind eng an eng in die steilen Klippen gebaut, was eine wunderbare Sicht, auf die sich brechenden Wellen gewährt. Respektvoll beobachten wir die Surfprofis, die sich waghalsig mit den meterhohen Wellen messen. Hang Loose und so :).

Surfen in Uluwatu

Mutiger Surfer am Uluwatu Break

 

Surfen in Bali

Hier könnten wir stundenlang zuschauen! Einfach ein Genuss

 

Uluwatu Surfspot

Eine Riesenwelle nach der anderen

 

Surfing in Bali

Und noch eine!

 

Uluwatu Tempel

Am zweiten Tag unserer Entdeckungstour, machen wir uns früh auf die Socken, denn wir wollen den Uluwatu Tempel möglichst vor den Reisebussen erreichen. Bereits um 8 Uhr morgens sind wir da und haben die Anlage dafür fast für uns allein.

Im Eintritt in Höhe von 30k sind die nötigen Sarongs bereits inbegriffen. Witzigerweise bleibt das Innerste der Tempelanlage aber für Besucher verschlossen, sodass man sich quasi nur auf dem riesigen Tempelgelände bewegt. Aber selbst das ist äußerst spektakulär, denn der Tempel ist entlang turmhoher Klippen gebaut. Ein breit gefliester Weg schlängelt sich entlang dieser wilden Küstenlandschaft.

In den frühen Morgenstunden herrscht zudem ein tolles Licht. Es macht Spaß und entspannt uns zutiefst, den hohen Wellen bei ihrer unermüdlichen Arbeit gegen die Klippen zuzusehen. Als wir den Uluwatu Tempel wieder verlassen, rollen auch schon die ersten Reisebusse an und hauptsächlich chinesische Touristen drängen sich vor dem Eingang. Insofern haben wir alles richtig gemacht und konnten die mystische Stimmung an diesem Ort wunderbar aufsaugen. Oooooohm!

Uluwatu Tempel

Uluwatu Tempel, Bali

 

Tempel Bali

Schon das Bild strahlt eine absolute Ruhe aus, oder?

 

Tempel in Uluwatu

Richtiges Model 😀

 

Uluwatu Temple

Uluwatu Temple, Bali

 

Klippen Bali

Brandung und Klippen am Uluwatu Tempel

 

Jimbaran Beach

Dieser Strand ist ein herrlicher Badestrand, der sich auch gut für Surfanfänger eignet. Relativ kleine Wellen und ein flacher Eingang ins Meer machen diesen Strandabschnitt zu einem der beliebtesten Strände in der Gegend. Dementsprechend frequentiert ist dieser auch.

Vor allem abends zum Sonnenuntergang trifft sich Jung und Alt am Strand, um zu relaxen, Bierchen zu trinken und  zu essen. Die Menschenmassen konzentrieren sich jedoch auf die Gegenden, an denen sich die Bars und Restaurants befinden. Bewegt man sich etwas abseits davon, kann man auch in Zweisamkeit ein Supermarkt Bier genießen.

Geht die Sonne dann unter, färbt sich der Himmel in allen erdenklichen rot und orange Tönen. Ein Naturschauspiel, an dem man sich einfach nicht satt sieht. Wir sind am ersten Abend dermaßen euphorisiert, dass wir hier nicht nur ein Bier kippen. Die Musik, die wunderbare Kulisse und die entspannte Atmosphäre animieren einfach dazu sich ein wenig treiben zu lassen. Dazu eignet sich das Beekini Bowl Restaurant/Bar wirklich hervorragend. Einfach großartig.

Reisebericht Jimbaran

Sonnenuntergang am Jimbaran Beach

 

Sunset Jimbaran

Eine von unzähligen Beach Bars am Jimbaran Beach

 

schönster Sonnenuntergang auf Bali

Wunderschöner Sonnenuntergang am Jimbaran Beach

 

Padang Padang Beach, Bukit Halbinsel

Nicht zu verwechseln mit Padang Padang Bay. Der Beach ist die ruhigere der beiden Buchten und lockt mit weißem Sandstrand und gemütlichen Bars. Je nach Gezeitenlage bietet sich der Strand zum Baden, Planschen oder Surfen an. Dabei genießt man die traumhafte Kulisse, die einen dabei umgibt.

Padang Padang Bay, Bukit Halbinsel

Nicht zu verwechseln mit Padang Padang Beach :). Die größere und deutlich höher frequentierte Bucht lockt die Besucher im Prinzip mit den gleichen Attributen, wie seine kleine Zwillingsschwester. Von daher kann man beide Strände empfehlen. Schön sind sie auf jeden Fall.

Lost Places Bali, Bukit Halbinsel

Direkt über dem Green Bowl liegt ein altes Flugzeugwrack, dessen Besuch wir leider verpasst haben. Dennoch solltet ihr vorbei schauen, wenn ihr sowieso schon beim Green Bowl seid. Eignet sich bestimmt super als Fotomotiv.

Restaurant Tipps

In Jimbaran haben wir, in Sachen Verpflegung, eindeutig die größte Preisspanne erlebt. Von einheimischen Straßenwarungs bis zu westlichen Nobelrestaurants findet man hier alles was das Herz begehrt. Bescheiden wie wir sind, beschränken wir uns größtenteils auf das Streetfood und werden abermals nicht enttäuscht. Häufig sind die Speisen von der Straße, aber der balinesischen Schärfeskala angepasst, sodass hier und da Vorsicht geboten ist, damit man anschließend nicht Feuer spuckt. Alles in Allem aber einfach nur lecker!

Schon lobenswert, was die Einheimischen aus ein wenig Gemüse und Reis Leckeres zaubern. Nach wie vor schmeckt uns das indonesische Essen prächtig und ich vermute, dass dementsprechend auch schon einige Kilos gepurzelt sind. Würde mich ja gerne mal wieder auf ne Waage stellen :).

Dennoch müsst ihr euch natürlich keine Sorgen machen, dass wir vom Fleisch fallen. Regelmäßige Zufuhr von Gerstensaft versorgt uns mit allen nötigen Nährstoffen und hält uns bei Kraft und Stimmung. Bier is halt einfach was Schees. Quasi ne eierlegende Wollmilchsau :).

Fazit

Zusammenfassend können wir sagen, dass sich ein Besuch der Bukit Halbinsel auf jeden Fall lohnt. Ich würde sogar sagen, dass es ein Muss während einer Balireise ist. An der südlichen Küste verbergen sich einfach zu viele tolle Strände und Küsten, um diese einfach auszulassen.

Leider ist die Gegend bei Weitem nicht so unberührt, wie unsere vorherige Station Amed. Deshalb würden wir auch empfehlen eine Unterkunft etwas außerhalb Jimbarans zu suchen, da es in der Innenstadt schon recht chaotisch zugeht. Jimbaran versprüht auch kein Flair, wie zum Beispiel Ubud. Daher sollte man sich nach einer etwas abgelegen Unterkunft umsehen und seine Ziele dann mit dem Roller anfahren. Das ist zumindest unsere Empfehlung.

Es war auf jeden Fall ne coole Zeit hier, allerdings lag die Messlatte von Amed einfach ein wenig zu hoch. Dennoch würde ich fast sagen, dass Jimbaran, die bessere Wahl für einen Urlaub wäre, da es einfach wunderbare Badestrände bietet und die Wege nach z.B. Seminiak und Canggu recht kurz sind.

 

Weiter nach Canggu

Leider muss ich diesen letzten Textblock in der Vergangenheit schreiben, da unser Aufenthalt in der Villa Coconut in Canggu schon wieder vorbei ist. Jedenfalls haben wir dort in einer Art Blogger WG oder Kommune mit Pamgiontour und Storyflow gelebt. Welche spannenden Dinge wir dort erleben durften, erfahrt ihr im nächsten Blog, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt. Seid gespannt und schaut in der Zwischenzeit doch mal bei den Bloggerkollegen vorbei :).

Inzwischen sind wir wieder zurück in Kuta und stehen kurz vor unserem Weiterflug nach Bangkok.
Ein neues Abenteuer für uns beide und ihr dürft euch auf neue Geschichten freuen.

Wir hoffen der Reisebericht Jimbaran und Uluwatu hat euch gefallen – Bis Bald, Stay tuned.

You Might Also Like

2 Kommentare

  • Reply
    Brigitte Buciek
    19. Juni 2017 at 20:41

    Wow, sind das tolle Berichte. Wir wünschen uns jedes Mal, dass wir uns mit einem Finger schnippen für einen ausgiebigen Moment zu euch beamen könnten.
    An Bali habe ich sehr schöne Erinnerungen. Wir waren in den achtziger Jahren dort. Viel Spaß in Bangkok!

  • Reply
    Hannah K.
    20. Juni 2017 at 10:40

    Beamen wäre toll, dann könnten wir uns auch ab und an nach Deutschland beamen 😀 Bali ist toll und der Abschied fiel uns schwer 🙁 Hoffen wir mal das Thailand genauso schön wird. Grüße aus dem wilden Bangkok

  • Antworten