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Mit dem Camper durch Neuseeland Teil 4

Mit dem Camper durch Neuseeland

Mit dem Camper durch Neuseeland

Mit Bruderherz Jörg an Bord und neuem fahrbaren Untersatz (Jucy Condo) brechen wir auf, um die Südinsel Neuseelands zu entdecken. Nachdem wir die Fährfahrt heil überstanden haben, startet unser Abenteuer in Picton. Mit nunmehr drei fahrtüchtigen Reiseteilnehmern, haben wir uns vorgenommen etwas weitere Distanzen zurückzulegen, damit wir möglichst viel von der Südinsel sehen können. Für unseren Rundtrip stehen uns insgesamt 17 Tage zur Verfügung. Mit dem Camper durch Neuseeland Teil1, Teil 2 und Teil 3 gibts natürlich auch. Hier berichten wir über unseren Roadtri über die Nordinsel.

Route

Damit ihr euch während dem Lesen immer wieder einen Überblick verschaffen könnt, wo wir uns nun aufgehalten haben, haben wir euch hier einen kleinen Routenplan erstellt.

Mit dem Camper durch Neuseeland

Mit dem Camper durch Neuseeland – Südinsel, Route – Part I

 

Mit dem Camper durch Neuseeland, Route

Mit dem Camper durch Neuseeland – Südinsel, Route Part II

 

Picton und Marlborough Sound

Als die Fähre im Hafen von Picton anlegt, ist es bereits dunkel. Regen erschwert zudem die Navigation zu unserer ersten Campsite (Smiths Farm – Siehe Campsites). Um den Menschenmengen der Fähre aus dem Weg zu gehen, entscheiden wir uns dennoch einen etwas weiter entfernten Campingplatz anzusteuern. Außerdem haben wir dadurch den Vorteil unserem nächsten Ziel, dem Marlborough Sound, bereits näher gekommen zu sein. Bei Dunkelheit, im neuen Camper auf den schmalen, kurvigen Straßen ist bereits die erste Fahrt ein kleines Abenteuer.

Queen Charlotte Track

Glücklicherweise gönnt sich am folgenden Tag wenigstens der Regen eine kleine Auszeit, sodass wir den Marlborough Sound recht einfach erreichen. Leider hängen bis dato dicke Wolken auf den dunkelgrünen Hügeln des Fjordlandes. Dennoch wagen wir uns auf eine rund dreistündige Wanderung entlang des bekannten Queen Charlotte Tracks. Diesen kann man auch an mehreren Tagen begehen.

Aufgrund des Regens, der schlechten Sicht und unseres engen Zeitplans begnügen wir uns jedoch mit der kurzen Wanderung. Diese führt entlang des Fjordlandes und bietet so manchen mystischen Anblick. Imposant ragen die grünen Hügel aus dem dunklen Wasser der Buchten. Leider können wir größtenteils nur erahnen welche wunderbaren Aussichten man hier wohl bei gutem Wetter hat. Nichtsdestotrotz lohnt die Wanderung wirklich, da vor allem auch Jörg endlich die unglaubliche Natur Neuseelands erleben darf.

Das schlechte Wetter trübt zwar die Sicht aber nicht den positiven Vibe an diesem Tag. An einem recht einfachen aber kostenlosen Campinplatz (siehe Campsites) am Meer verbringen wir diese Nacht. Mit literweise Rum, Rommé und leckerer Pasta haben wir das Gefühl, dass unser Trip zu dritt erst am heutigen Tag richtig beginnt. Ausgelassen feiern wir im Jucy-Camper bis spät in die Nacht und fallen anschließend in einen komatösen Schlaf. Muss auch mal sein 🙂

Queen Charlotte Track, Marlborough Sound

Jörg (Björns Bruder) – Malborough Sound, Neuseeland

 

Queen Charlotte Track, Marlborough Sound

Queen Charlotte Track, Marlborough Sound, Neuseeland

 

Marlborough Sound, Neuseeland

Essbar?

 

Queen Charlotte Track, Marlborough Sound

Unser neues Male Model – Jörg 😛

 

Abel Tasman Nationalpark

Nachdem wir am vorigen Abend den Rum und jegliche weiteren alkoholischen Getränke an Bord brav geleert hatten, war an diesem Morgen auch wieder das Wetter auf unserer Seite. Mit Hannah am Steuer, die aufgrund ihres jugendlichen Alters wohl am wenigsten mit den Auswirkungen des Rums zu kämpfen hat, bahnen wir uns unseren Weg zum nächsten Highlight im Norden der neuseeländischen Südinsel – dem Abel Tasman Nationalpark. An diesem Tag genießt die Regeneration höchste Priorität, daher verbringen wir einen gemütlichen Tag im Holiday Park direkt am Meer (siehe Campsites). Ganz tatenlos waren wir jedoch nicht und buchen einen Boottrip durch den Abel Tasman Nationalpark für den nächsten Tag.

Bootsfahrt Abel Tasman Nationalpark

Um 9 Uhr morgens betreten wir das schicke Boot (Wilson Tour), welches uns an der Küste des Abel Tasman Parks entlang, zu den schönsten Buchten dieses Naturreservats bringt. Das Wetter ist blendend, wir ebenfalls wieder voll auf dem Dampfer – so kann ein wunderbarer Tag beginnen. Der Kapitän des Schiffs gibt immer wieder interessante Informationen zu den verschiedenen natürlichen Sehenswürdigkeiten entlang der Küste. Darunter sind bizarre Felsformationen, malerische Strände und eine Robbenkolonie, die scheinbar noch nicht so fit ist, wie die Touris an Bord. Jedenfalls lassen sie sich nicht weiter von unserer Anwesenheit stören und dösen weiter friedvoll auf ihren Felsen.

Später hält das Boot an einem Küstenabschnitt, von welchem wir entlang eines 2-3 stündigen Wanderweges bis zum späteren Abholpunkt wandern. Auch aus der Nähe sind die einsamen Buchten umrahmt von dichtem Wald wirklich atembraubend schön. In der Weite des Nationalparks verlaufen sich die “Menschenmengen” recht schnell, sodass man ungestört den recht einfachen Pfad entlang wandern kann. Wir gönnen uns ein Bad im Meer und ein ausgiebiges Vesper bevor das Boot uns zurück zum Ausgangspunkt bringt. Die Kombination aus Boottour und Wandern bietet die perfekte Möglichkeit, um den Abel Tasman Nationalpark in all seiner Schönheit zu erleben!

Am gleichen Tag fahren wir bereits zu einem Camp, von welchem wir am nächsten Tag von der Ost- zur Westküste weiterfahren.

Abel Tasman Nationalpark, Neuseeland

Hängebrücke im Abel Tasman National Park

 

Abel Tasman Nationalpark, Neuseeland

Großer Bruder erklärt kleinem Bruder die Welt

 

Abel Tasman Nationalpark, Neuseeland

Abel Tasman Nationalpark, Neuseeland

 

Abel Tasman Nationalpark Bootstour

Abel Tasman mit dem Boot, wir können es empfehlen!

 

Westküste

Die Überfahrt von Ost nach West verläuft eigentlich recht ereignislos, dennoch gibt es auch hier jede Menge Natur zu bewundern. Unseren Roadtrip entlang der Westküste wollen wir recht weit nördlich bei Karamea beginnen.

 

Oparara Basin

Vom eben genannten Karamea ist es nur einen Katzensprung bis zum Oparara Basin. Ein echter Geheimtipp! Allerdings auch wirklich schwierig zu erreichen, da die schreckliche Schotterpiste dorthin wohl schon den ein oder anderen Campervan lahm gelegt hat. Nicht jedoch unseren grünen Blitz! Die Hauptattraktion des Oparara Basin ist ein gigantischer natürlicher Steinbogen, welcher alleine schon für die Anfahrt entschädigt. Das Naturphänomen scheint tatsächlich noch nicht so bekannt, bzw. zu abgelegen, sodass wir mal wieder fast alleine unterwegs sind.

Der erfurchterregende Steinbogen (Arch) spannt sich 30 Meter über einen rotbraunen Gebirgsfluß und ist rundum dicht bewachsen. Wir alle müssen unsere Emotionen erst einmal wieder in den Griff bekommen, damit uns die “Oooohs” und “Aaaahs” nicht im Hals stecken bleiben. Zu meiner Verwunderung kann man auch noch unter dem tropfenden Steinbogen hergehen, in der Erwartung jeden Moment von einem fallenden Stein erschlagen zu werden.

Und wieder müssen wir gestehen, so etwas noch nie gesehen zu haben! Mit der blühendsten Fantasie könnte man sich so etwas wohl nicht ausdenken. Ihr seht – ich bin geflasht :D. Wir empfehlen also dringlich den Abstecher nach Karamea in Kauf zu nehmen. Die Küstenstraße die von Westport dorthin führt ist übrigens auch nicht zu verachten und bietet spektakuläre Ausblicke auf die rauhe Brandung der Tasman See.

Oparara Basin, Neuseeland

Oparara Basin, Neuseeland

 

Oparara Basin, Neuseeland

Knutschi Knutsch! :-*

 

Oparara Basin, Neuseeland

Oparara Basin, ein gigantischer Steintorbogen

 

Pancake Rocks

Am folgenden Tag brechen wir früh auf und fahren den Weg von Karamea, über Westport, entlang der Westküste. Hier passiert man bei Punakaiki unter anderem die bekannten Pancake Rocks. Über Jahrtausende (vielleicht auch Millionen, wer es kurz googlen kann, dem wäre ich dankbar) wurden diese bizarren Felsformationen vom rauen Meer geformt. Rießige Brecher laufen im Sekundentakt in die steilen Felswände. Unter dem Druck der Wellen, schießt das Wasser durch die kleinen Löcher in den Felsen (Blowholes) und steigt meterweit in die Höhe. Welche Kräfte hier wirken ist schlicht unglaublich. Wie das Wasser ohrenbetäubend durch die engen Felsschluchten rauscht, zeigt uns abermals, wie machtlos man als Mensch doch gegen die Naturgewalten ist. Wer die Westküste entlang kommt, muss hier einfach stoppen, denn so ein Spektakel sieht man einfach nicht alle Tage. Wahnsinn!

Bei den Pancake Rocks ist unser Tagesziel jedoch noch nicht erreicht. Um am nächsten Tag sowohl den Franz Josef als auch den Fox Gletscher zu besuchen, fahren wir so weit wie möglich in das höchste Gebirge Neuseelands.

Pancake Rocks, Westcoast, Neuseeland

Pancake Rocks, Neuseeland

 

Pancake Rocks, Westcoast, Neuseeland

Pancake Rocks, Felsformationen entlang der Küste

 

Pancake Rocks, Westcoast, Neuseeland

Westküste Neuseeland

 

Franz Josef & Fox Gletscher

Früh am Morgen brechen wir von unserem Camp am Lake Ianthe (siehe Campsites) auf, um die beiden bekanntesten Gletscher Neuseelands zu besuchen. Vom Parkplatz aus führen jeweils kurze Wanderwege, mehr oder eher weniger nah an die Gletscherzungen heran. Leider müssen wir angesichts der einzigartigen Schönheit des Perito Moreno Gletschers in Südamerika feststellen, dass diese Gletscher weit weniger beeindruckend sind, zumindest wenn man sie über den Fußweg entdecken möchte. Es werden natürlich auch Helikopterflüge, Eiswandern und -klettern und weitere Aktivitäten angeboten, die aber alle bei weitem unser Budget übersteigen.

Trotzdem sind die Wanderungen durch die Gletschertäler und Gesteinmoränen durchaus interessant. Jörg, der nicht am Perito Moreno war, ist auf jeden Fall auch von den beiden Gletschern sehr angetan. Am Ende des Tages können wir sagen, dass es ein schöner Tagesausflug war und sich die Wanderwege lohnen. Leider sind beide Gletscher extrem rückläufig, wie auch Schilder entlang des Weges zeigen. Bereits bei der Anfahrt auf den Gletscher, gefühlt kilometerweit von der Gletscherzunge entfernt, weist ein Schild auf den Stand der Zunge im 18. Jahrhundert hin. Natürlich kann man darüber streiten, ob der Rückgang alleine vom Menschen verursacht wurde, jedoch stimmt einen der Umstand dieses rapiden Rückgangs wirklich traurig.

Lake Ianthe, Neuseeland

Campingplatz am Lake Ianthe in Neuseeland (einer der schönsten Campingplätze btw)

 

Fox Gletscher, Neuseeland

Fox Glacier, Neuseeland

 

Franz Josef Gletscher, Neuseeland

Wunderschöne Landschaft um den Franz Josef Gletscher herum

 

Franz Josef Gletscher, Neuseeland

Franz Josef Gletscher – nach dem Perito Moreno in Argentinien für uns leider nur semi spektakulär

 

Franz Josef Gletscher, Neuseeland

Vorne Jörg, hinten der Gletsche

 

Milford Sound

Nach einer Nacht im wunderschönen Fiordland Nationalpark, führt unser Weg heute bereits um 7 Uhr morgens zum Milford Sound. Zwar habe ich keine Fakten die es belegen, jedoch schätze ich, dass das Milford Sound, das häufigste Postkartenmotiv Neuseelands ist. Und wir können nun sagen – zurecht!

Wieder einmal meint der Wettergott es äußerst gut mit uns, denn wir starten unseren Boottrip mit der Firma Jucy (ja, von denen haben wir auch unseren Camper) um 9 Uhr bei strahlendem Sonnenschein. Man könnte mutmaßen, dass selbst Einheimische, das noch nicht erlebt haben. Das Boot ist relativ groß und gut gefüllt, jedoch ist es trotzdem recht entspannt an Bord und jeder macht sein Ding. Da bereits die Fahrt zum Milford Sound, durch steile Gebirgsschluchten in der Morgendämmerung mehrfach zu einem kurzen Stopp animierte, waren wir gespannt was wir nun erleben dürfen.

Tiefblaues, fast schwarzes Wasser umspült die steilen Berge die unglaublich hoch neben uns aus dem Wasser ragen. Neben den Abhängen sieht unser eigentlich großes Boot aus wie eine kleine Nussschale. Die kühle, frische Luft, das stille Wasser und der dichte Wald auf den steilen Hängen strahlen etwas Beruhigendes aus. Dementsprechend ruhig ist es auch an Bord, wo jeder im Einklang mit sich selbst scheint. Langsam schiebt sich das Boot entlang des dunklen glitzernden Wassers, während sich immer neue Gebirgszüge, Felswände und kleine Einmündungen auftun.

Man könnte eigentlich durchgehend Fotos schießen, aber irgendwie besinnen sich hier die meisten darauf, die mystische Atmosphäre aufzusaugen und den Moment zu würdigen. Aber keine Sorge, selbst wenn man nur wenige Fotos knippst, ist fast jedes ein Volltreffer. Selbst dem untalentiertesten Fotograf mit einem Nokia 3210 gelingt hier wohl ein gutes Foto.

Die Bootsfahrt dauert gut zwei Stunden, was für uns völlig ausreichend ist, da die gesammelten Eindrücke erst einmal wieder verarbeitet werden müssen. Dafür eignet sich unsere anschließende Fahrt nach Queenstown optimal.

Milford Sound, Neuseeland

Campingplatz im Milford Sound Nationalpark

 

Mildford Sound, Neuseeland

Milford Sound – einfach Spektakulär

 

Milford Sound, Neuseeland

Milford Sound, Neuseeland

 

Milford Sound, Neuseeland

Rechts und Links ragen steile Felswände aus dem Meer heraus

 

Milford Sound, Neuseeland

Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch – wir sind hin und weg

 

Queenstown

Während Jörg und ich begeistert waren vom quirligen Queenstown, war Hannah nicht hundertprozentig überzeugt vom Charme dieser kleinen Stadt. Für Adrenalinjunkies mit prall gefüllter Potte geht hier wohl ein Traum in Erfüllung. Extremsportarten jeder Art findet man hier, jedoch lassen sich die Anbieter dafür auch redlich entlohnen. Das Stadtzentrum ist recht übersichtlich, jedoch sehr liebevoll gestaltet. So finden man viele kleine Bars, Restaurants und Kneipen, die sich in den engen Gassen verstecken.

Auch wir genießen hier das Nachtleben und heben den ein oder anderen Drink auf die Erlebnisse des Tages. Eigentlich wollten wir den legendären Burger von Fergburger probieren, allerdings knurrten unsere Mägen zu sehr, als uns an der schier endlosen Schlange anzustellen. Für alle denen es genauso geht bietet Devil Burger die richtige Alternative. Leckeres Bier, super leckere Burger, gut besucht, aber nicht so absolut überlaufen wie Fergburger. Zudem empfehlen wir die kitschige aber irgendwie authentische Cowboys Bar, die mit ihrem Western Ambiente und Rodeo ordentlich Stimmung macht – Cotton Eye Joe lässt grüßen.

Ostküste

Von Queenstown machen wir uns auf den Weg zurück an die Ostküste. Dabei passiert man die traumhaften Seen Lake Pukaki und Lake Tekapo. Vor allem Ersterer bietet einen wunderbaren Ausblick auf das dahinter gelegene Hochgebirge, rund um den höchsten Berg Neuseelands, den Mount Cook. Entlang dieser Strecke findet man einige Free Campsites. Unsere Übernachtung am Lake Pukaki bot wohl eines der besten Panoramen unseres Trips (siehe Campsites). Ansonsten ist auf dem Weg von West nach Ost nicht sonderlich viel geboten. Die schnurgeraden Highways sind aber doch irgendwie cool, fordern allerdings hohe Konzentration.

Mount Cook, Neuseeland

Mount Cook, Neuseeland

 

Lake Pukaki, Mount Cook

Campground am Lake Pukaki und morgens dieser Blick – Wow!

 

Die nächste Nacht verbringen wir ganz in der Nähe der Banks Penninsula, um die verwinkelten Buchten und kleinen Städtchen dort zu erkunden. Früh am Morgen besteigen wir unseren Campervan und werden mit herrlichem Wetter belohnt. Die kleinen kaum befahrenen Serpentinen führen durch herrliches Hügel- und Weideland. Nachdem wir in der Nähe des netten Städtchens Akaroa zu Mittag gegessen haben, fahren wir vom Zentrum der Penninsula hinaus zu den vielgelobten Buchten.

Leider sind viele Straßen dort für Campervans nicht befahrbar und deshalb entscheiden wir uns die legendäre Summit Road in Angriff zu nehmen. Diese führt entlang eines alten Vulkankraters von der Penninsula direkt nach Christchurch und kann dabei ebenfalls mit herrlichen Ausblicken punkten. Die Straße wird auch von Einheimischen gern genutzt, um ihre Vintage Cars durch die Hügel zu jagen. Lohnt sich auf jeden Fall :).

Summit Road, Christchurch

Camper Life

 

Kaikoura

Der Highway von Christchurch nach Kaikoura ist leider immer noch geschlossen. Aufgrund eines Erdbebens arbeitet man immer noch fleißig daran, den Highway wieder herzustellen. Deshalb muss man einen Umweg in Kauf nehmen, der über eine ebenfalls baufällige Straße im landesinneren nach Kaikoura führt. Unser erster Stopp in Kaikoura ist der Flughafen, da wir einen Flug zur Beobachtung der dort lebenden Wale buchen wollen. Eigentlich war der Flug für den darauf folgenden Tag geplant, jedoch macht man uns dort einen sofortigen Flug schmackhaft. Also gehts direkt in die Lüfte (Wind Nord-Ost, Startbahn 03).

Für uns alle ist es der erste Flug in einer so kleinen Maschine und wir alle sind begeistert. Neben einem Wal, bestaunen wir etliche Delfine und die wunderbare Küstenlinie Kaikouras aus dem Flugzeug. Der Spaß ist nicht ganz günstig, aber allein der Flug ist das Geld wert. Natürlich habe ich wie immer mein Bestes gegeben, um auch hier einige brauchbare Schnappschüße zu bekommen. Übrigens haben wir unseren Flug nicht bei Wings over Whales gemacht sondern bei Air Kaikoura (50$ billiger pP)

Kaikoura Whalewatching flight

Whale Watching Flight in Kaikoura

 

Kaikoura Whalewatching flight

Nach erfolgreichem Flug kriegen wir das grinsen nicht mehr aus dem Gesicht 🙂

 

Kaikoura, Neuseeland

Kaikoura von oben

 

Whalwatching flight, Kaikoura

Ein Wal 🙂 der Flug hat sich gelohnt

 

Whalwatching flight, Kaikoura

Und hier zeigt er sich nochmal in voller größe

 

Christchurch

Die Stadt steht immer noch unter dem Schock von zwei schweren Erdbeben im Jahr 2011. Über 100 Personen verloren damals ihr Leben und nahezu die gesamte Innenstadt war ein Trümmerfeld. Zwar befindet sich der Stadtkern natürlich wieder im Aufbau, doch immer noch sind viele Bauruinen und leere Flecken in der Stadt zu finden. Das ist ein schweres Schicksal, dennoch haben wir uns von dieser Stadt etwas mehr erhofft.

Natürlich gibt es coole Streetart Pieces und eine “Mall” aus Containern, aber überzeugt hat uns das leider nicht vollkommen. Vielleicht hätten wir längere Zeit hier verbringen müssen, um uns einen besseren Überblick zu verschaffen. Wer jedoch wie wir nur einen Tag zur Verfügung hat, ist mit oben genannter Mall und anschließendem Essen und Absacker in der Strangers Lane gut beraten. Der Innenhof der Strangers Lane beherbergt drei Bars von denen zwei auch gutes Essen anbieten. Wir hatten hier auf jeden Fall einen lässigen, flüssigen letzten Abend in Neuseeland – Schnief :/.

 

Weiterreise – Fiji

Der letzte Tag in Neuseeland. Dieses mal begrüßt uns Sonnenschein, allerdings sind wir noch etwas vernebelt. Trotzdem packen wir alle fleißig unsere Sachen, damit wir anschließend den Campervan pünktlich zurückgeben können. Danach gehts per Shuttle zum Flughafen, um knapp vier Stunden später auf den Fidschis zu landen.

Was wir auf den Fidschis erlebt haben, lest ihr bald in unserem neuen Artikel.

 

Fazit

Wow! Was man in 17 Tagen auf der Südinsel alles sehen kann ist echt beeindruckend. Allerdings vergeht die Zeit auch wie im Flug. So viele neue Eindrücke und Erfahrungen, die wir sammeln durften. Dafür sind wir den Kiwis wirklich dankbar. Auch Jörg, der uns die 17 Tage begleitet hat, ist begeistert. Es war anstrengend, nicht immer leicht, aber defintiv lohnenswert. Wir würden es jederzeit wieder genauso machen. Es ist schön zu wissen, dass es Flecken auf der Erde gibt, wo man sich des Reichtums der Natur bewusst ist und diese so gut wie möglich schützt. Diesen Eindruck haben wir jedenfalls in Neuseeland. Die Vielfalt der Natur, die unwegsame Landschaft, die raue See, die Gelassenheit der Kiwis, die lebendigen Städte – all das haben wir lieben gelernt. Genau deshalb verlassen wir Neuseeland mit einem weinenden Auge, hoffen jedoch auf den Fidschis ähnliches Glück zu erfahren, wie es in Neuseeland der Fall war.

Jedenfall können wir nur jedem empfehlen mit dem Camper durch Neuseeland zu reisen. Somit hat man die Chance jedes Eck dieses wunderschlnen Landes zu entdecken und kann sich seine Zeit selber einteilen. Unsere Reiseberichte “Mit dem Camper durch Neuseeland” Teil 1, Teil 2 und Teil 3 gibts natürlich auch hier auf dem Blog. Nach unserem Fiji Aufenthalt gings für uns übrigens nach Australien. Dort haben wir einen Roadtrip entlang der Great Ocean Road gemacht. Es war toll, klickt euch rein.

Ihr wart auch schon in Neuseeland? Könnt ihr unsere Erfahrungen teilen? Was habt ihr sonst für Fragen?

Wir freuen uns auf eure Nachrichten.

Cheers & stay tuned!

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3 Kommentare

  • Reply
    Jessi
    7. Mai 2017 at 21:12

    Wow, das hört sich ja alles toll an! Mein Freund und ich wollen nach unserem Studium in 1 1/2 Jahren auch nach Neuseeland. So ein Camper ist da schon sehr cool. Ich bin sowieso lieber auf Reisen mit meinem 'eigenen' Gefährt unterwegs und nicht mit Bussen.
    Ich bin gerade auf den Blog gestoßen und werde nun etwas schnökern.
    Liebe Grüße von Jessi
    Mein Blog: ICA|KGL Travel & Festival Stories http://www.icakgl.wordpress.com

  • Reply
    Björn Seiler
    8. Mai 2017 at 0:41

    Hallo Jessi, Neuseeland mit dem Camper zu entdecken ist finden wir die beste Möglichleit um das Land in all seinen Facetten kennenzulernen. Zudem genießt man einfach die absolute Freiheit und weiß meist nie wo man abends landet. Kleiner Tipp von uns: Fiji mitnehmen, liegt nur drei Flugstunden entfernt und ist das absolute Paradis (Blog dazu kommt bald) Liebe Grüße globuspokus

  • Reply
    Bernhard Hummel
    8. Mai 2017 at 20:35

    Hallo ihr beiden,

    super klasse Bilder, vor allem von der Südinsel!!! Wie ihr wolltet habe ich mal die Pancake Rocks gegoogelt – Widipekia weiß alles. Sie sind lt. Widipekia vor 30 Millionen Jahren entstanden – kaum vorstellbar!!! Ich freue mich auf die Fidschi´s. Liebe Grüße Bernhard

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